Kino-Besuch Klasse 7

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Am Donnerstag, den 30.1.2020, sind wir zusammen mit Klasse 5 und 6 mit dem Reisebus zum UCI Kino gefahren. Und als wir dann angekommen sind, ging der Film auch schon bald los. Der Film «Als Hitelr das rosa Kaninchen stahl» handelte von einem Mädchen namens Anna Kemper, die in einer jüdischen Familie lebte. Ihr Vater war ein berühmter Zeitungskritiker und Radiosprecher und sagte frei seine eigene Meinung. Es war die Zeit, als Hitler kurz vor seiner entscheidenen Wahl stand. Die Familie bekam einen Anruf von einem Polizisten, der die Familie warnte, dass sie in Gefahr sind, falls Hitler seine Wahl gewinnt. Daraufhin machte sich der Vater von Anna auf den Weg nach Prag. Der Rest der Familie folgte ihm bald und verließen Deutschland. Anna und ihr Bruder Max durften nichts von ihrer Flucht verraten, sie folgten ihrem Vater nach Zürich und da Hitler die Wahl gewann, konnten sie nicht mehr nach Deutschland zurück. In der Schweiz konnten sie nicht bleiben, weil das Hotel zu teuer war und sie zogen sie aufs Land. Dort fand Anna neue Freunde, aber weil der Vater keine Arbeit fand, mussten sie nach Paris. Für Anna und Max war es eine schwere Zeit, immer von Ort zu Ort zu ziehen und nirgends wirklich anzukommen. Alles war immer neu, die Sprache, das Essen, die Wohnung. Der Vater fand zwar Arbeit, aber nur schlecht bezahlte. Die Familie lebte in Armut. In dieser Zeit schrieb er ein Drehbuch über Napoleon. Dieses Drehbuch kaufte ein englischer Film-Regisseur und die Familie zog deshalb nach England.
Das besondere an der Geschichte war, sie hatte ein offenes Ende. Wir haben nicht erfahren, wie es mit Anna und ihrer Familie weitergeht. Die Anna gab es aber wirklich. Es war die Schriftstellerin Judith Kerr, die in ihrer Kindheit zusammen mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten fliehen musste. Das ist für uns eine unvorstellbare Zeit, die hoffentlich nie wieder kommt.

Lina und Mascha, Klasse 7

 

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